Wem auf der nächsten Karnevalsparty der Eintritt aufgrund eines fehlenden Kostüms verwehrt bleibt, der kann sich zukünftig auf die Berliner Polizei berufen. Diese hat einen klaren unmissverständlichen Leitfaden herausgegeben ab wann ein Neonazikostüm ein Neonazikostüm ist. Auf aufwendige Verkleidungen inklusive Armbändern nach dem Vorbild von Prinz Harry kann in naher Zukunft verzichtet werden. Laut dem Berliner Polizeipräsidenten reichen demnächst bereits Utensilien und Kleidungsstücke der Marken ACAB, Alpha Industries, Consdaple, Ben Sherman, Lonsdale, Pit Bull, Outlaw, Troublemaker, Fred Perry und Thor Steinar um Einlass auf karnevalistische Veranstaltungen zu erhalten.
Das ganze geht aus einer internen Weisung für Zivilbeamte in Berlin hervor. Diesen ist es offiziell untersagt im Dienst Bekleidung der oben genannten Marken zu tragen. Da Neonazis diese Marken nach Ansicht der Berliner Polizeipräsidenten bevorzugen könnte der Anschein erweckt werden das die Polizeibeamten mit der rechten Szene symathisieren.
Fernsehkoch Tim Mälzer, Werbeträger von Ben Sherman, kann diese Begründung nicht nachvollziehen: “Nur weil irgendwelche Dumpfbacken irgendwann mal Milch getrunken haben, streiche ich sie nicht von meinem Speiseplan”, wird er auf der Homepage von Bern Sherman zitiert.
Die Marke Ben Sherman hat bereits rechtliche Schritte gegen diese in meinen Augen echt dämliche Verordnung eingeleitet. Das Firmen wie Ben Sherman, Fred Perry und Londsdale in der Liste auftauchen ist recht Verwunderlich. Genau diese Firmen haben sich bereits früher ausdrücklich von rechtsradikalem Gedankengut distanziert.
Ich Frage mich wann es so weit ist das Polizeiautos nicht mehr von der Marke Opel sein dürfen weil irgendein Polizepräsident jemanden kennt dessen Nachbar gehört hat hat wie die Tante der Bäckereifachverkäuferin von nebenan erzählt hat sie habe wen gesehen der nach einem Banküberfall in einem Opel Omega geflüchtet ist.
via Stern













Thor Steinar ist Mode von Nazis für Nazis. Polizisten, die solche Kleidung tragen, handeln mindestens fahrlässig.
Was die anderen Marken wie Fred Perry angeht, sollte man die Anordnung der Polizei nicht gleichsetzen mit “Fred Perry tragen ist rechts”. Ich lasse mir auch nicht nehmen, solche Polos zu tragen. Da die rechte Szene solche Kleidung bevorzugt, gelten bei den Ordnungshütern nur einfach strengere Maßstäbe, was ich begrüße. Polizisten im Dienst können doch wohl darauf verzichten, ausgerechnet Klamotten solcher Marken zu tragen.
Fred Perry, aber auch Londsdale haben Kampagnen gegen Rechts gestartet, weil sie sich gegen das negative Image wehren wollten, das die rechte Szene ihnen hatte angedeihen lassen. Das bedeutet aber leider auch: Diese Marken gelten in Teilen der Bevölkerung immer noch als Erkennungsmerkmale für eine politische Gesinnung. Als Polizist sollte man sie deshalb nicht tragen. Zumindest nicht im Dienst. Finde ich absolut verständlich. Und das, obwohl ich alles andere als ‘ne linke Zecke bin ;o)