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Bundesvision Song Contest 2009 – Reacap

geschrieben von joghurtKULTUR am 15.02.2009

buvisoco-2009

Wie bereits am Freitag vermutet haben meine Favoriten, Flowin ImmO et les Freaqz, beim diesjährigen Bundesvision Song Contest (kurz BuViSoCo) nicht unbedingt auf den vorderen Plätzen mitgespielt. Gewonnen hat Peter Fox, der den Bundesvision Song Contest bereits im Jahr 2006 mit seiner Gruppe Seeed gewann, mit seinem Lied Schwarz zu blau.

Das Peter Fox den Contest nach Berlin holte war für die wenigsten eine Überraschung. Durch seine momentane Prominenz in sämtlichen Airplay Charts hat er genau wie die Dresdener Gruppe Polarkreis 18 welche auf dem zweiten Platz landete, die größte Fanbase hinter sich.

Überraschend war in meinen Augen der dritte Platz welchen die Heavy Metal Band Rage für mein Heimatbundesland Nordrhein Westfalen einholte. Heavy Metal auf deutsch ist schließlich nicht unbedingt jedermanns Sache. Da die Regeln des BuViSoCo nur deutsche Lieder zulassen blieb den Jungs von Rage nichts anderes übrig. Sie haben ihre Sache allerdings gut gemacht.

Enttäuschend war Sven van Thom mit seinem Lied Jaqueline (ich hab Berlin gekauft) in welchem er die Berliner Rapszene auf die Schüppe nahm, für das Bundesland Brandenburg. Eigentlich ist man ja recht nentten Gitarrenpop von ihm gewohnt. Diese in meinen Augen billigen A-B, A-B – Raps passten einfach überhaupt nicht.

Was gab es sonst noch? Aus dem Osten kam wie immer diese Pseudo-Intellektuellen Pop scheiße wie jedes Jahr. Sorry, aber davon muß ich echt kotzen! Die Band Chapeau Claque war das wohl übelste was dieses Jahr auf der Bühne stand. Eine Gruppe aus dem Osten mit dem französischen Namen einer altertümlichen Kopfbedeckung mit einem deutschen Lied mit englischem Titel. An die Lieder aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern kann und mag ich mich eigentlich nicht erinnern.

Ein Lichtblick war immerhin der Hamburger Sänger Olli Schulz mit seinem Lied Mach den Bibo. Auch wenn das Lied textlich nicht unbedingt nen Literaturpreis verdient ist doch recht eingängig und passend zur Karnevassaison eine nette leichte Kost.

Mach den Bibo, mach das Ufo, mach den Grobi uh uh uh

Für Schleswig Holstein ging die Gruppe Ruben Cossani an den Start. Warum die für Schleswig-Holstein an den Start ging ist mir ein Rätsel. Die Gruppe kommt zum Teil aus Hamburg und zum anderen Teil aus Holland. Da hätten es andere Gruppen mehr verdient. Via Twitter wurde ich durch MC Winkel darauf aufmerksam gemacht das sich sein Hip-Hop-Kombo Büro am Strand mit dem weiaus anspruchsvolleren Lied Geht da noch was, für den Bundesvision Song Contest beworben hat und trotz ihrer Heimat Kiel nicht antreten durften. Verstehe das wer will!

Ein Highlight an Niveaulosigkeit war der Busengrapscher von BigFM Moderator Hans Blomberg bei seiner Kollegin Susanka Bersin welche ihm dafür vor laufender Kamera ein gelatscht hat. Ob das nun gestellt war oder nicht, es war peinlicher als der Auftritt der beiden Moderatoren von Radio Hamburg.

Der Busengrapscher war lustigerweise 5 Minuten nach Ausstrahlung bereits bei Youtube zu finden.

Alles in allem war es eine kurzweilige Veranstaltung welche ich wie jedes Jahr nicht bereue gesehen zu haben. Verwunderlich war für mich nur das Wahlwerbespots der einzelnen Künstler dieses Jahr vor dem jeweiligen Auftritt nicht ausgestrahlt wurden. Eigentlich schade da darunter wirklich ein Paar Sahnestücke zu finden waren.

Für das nächste Jahr wünsche ich mir deutlich weniger Mehrfachteilnehmer. Aufgefallen sind mit Peter Fox der bereits 2006 mit Seed teilnahm, Sven van Thom der 2007 mit Beatplanet dabei war und Chapeau Claque die ebenfalls 2007 bereits auf der Bühne standen. Hier sollte man mal eingreifen und neuen Bands eine Plattform bieten.

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