Der Amoklauf im beschaulichen Baden-Würtembergischen Winnenden dürfte wohl an niemandem vorbeigegangen sein und niemanden unberührt lassen. Zum eigentlichen Amoklauf und dem Leid welches der Amokläufer Tim K. den Familien und Freunden seiner Opfer angetan hat ist denke ich in der Presse so ziemlich alles gesagt worden.
Ich habe lange hin und her überlegt ob ich meine Meinung zu der sache publiziere oder nicht. Ich habe mich dafür entschieden da ich im Zusammenhang mit Menschenleben jede meinung für wichtig halte!
Was direkt nach bekanntwerden der Tat klar war, ist die Tatsache das die Killerspieldiskussion wieder neu entfacht wurde. Sei es nach dem Amoklauf in Erfurt, Emsdetten oder nun in Winnenden. Die Schuld wird wie immer bei der Videospielindustrie gesucht. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken sei bereits hier gesagt das keine derartigen Computerspiele spiele und meine Meinung hier als Aussenstehender zum besten gebe.
Wie um Gottes Willen kommen die Politiker und nicht zu letzt die Medien immer wieder auf das schmale Brett das diese so genannten Killerspiele aus jungen friedfertigen Menschen Amokläufer machen? Ich spiele hin und wieder Mario Kart und andere Spiele aus dem Super Mario Genre und bin bisher noch nie auf die Idee gekommen mich mit ner Wasserpumpenzange zu bewaffnen und bei wild fremden Menschen die Toiletten zu reparieren! Nur weil Mario Klempner ist muss ich mir das nicht gleich aneignen!
Auch habe ich bisher noch nie irgendwo gelesen das ein potentieller Amokläufer seinen Amoklauf lediglich in den Killerspielen ausführt und den Plan dies in der realen Welt zu machen danach wieder verwirft! Es macht sich in der Presse anscheinend nicht so gut den Spelen auch etwas positives abzugewinnen.
Ich denke man sollte sich im Zusammenhang zu der Tat in Winnenden mal lieber Gedanken dazu machen was Schußwaffen überhaupt in einem Privathaushalt zu suchen haben. In den Medien hört man das der Vater des Täters Sportschütze ist und die Waffen sein Sportgerät dastellen sollen. Dies mag für ein Luftgewehr oder einen Sportbogen noch gültig sein, bei diesen Waffen ist die grösste Gefahr wohl das einem jemand ein solches Gerät auf den Kopf haut.
Die Tatwaffe allerdings war eine Baretta! Eine halbautomatische Selbstladepistole mit einem 15 Kugeln fassenden Magazin. Das ist definitiv kein Sportgerät sondern eine Waffe! Eine Waffe welche einzig und allein einen Zweck hat, das Töten!
Ich halte es für sinnvoller die Diskussion vom Verbot von Killerspielen auf ein Verbot von Schützenvereinen umzulenken. Der Amokläufer von Erfurt war wie der jüngste Attentäter aus Winnenden in einen Schützenverein involviert. Das die Diskussion auf dieser Ebene allerdings keine Chance hat wird spätestens dann klar wenn man bedenkt was für ein Lobby hinter der Weffenindustrie steckt. Das die CSU durch derartige Vorschläge Wählerstimmen verlieren wird und dieses Risiko nicht eingehen wird sollte jedem klar sein.
Anstatt ein Verbot von Schützenvereinen oder den so genannten Killerspielen ins Auge zu fassen sollte man die Waffengesetze in Deutschland komplett überarbeiten. Warum hat ein Sportschütze das Recht seine Waffen Sportgeräte zu Hause zu lagern wo er diese eh nicht nutzen kann bzw. darf?
Was spricht gegen eine zentrale Lagerung der Schießeisen im Vereinshem auf dem Schießstand? Um den Mißbrauch der eigenen Waffen zu verhindern bietet sch ein 2-Schlüssel-System ähnlich dem einer Bank an. Der Vereinswart hat den Schlüßel zum Waffentresor und in diesem Tresor befinden Sich sepparate Waffenschränke mit eigenem Schlüssel zu den eigenen Waffen.
Somit wäre unterbunden das sich eine Person eine Waffe unbemekrt mitnimmt. Der Waffenwart oder wie auch immer man den guten Mann betitelt behält den Überblick. Der Schütze kann sich sicher sein das seine Waffe nicht von dritten verwendet wird. Für die Sicherheit des Waffenlagers muss der selbstverständlich der Verein sorgen.
Das dies mit erhöhten Kosten einhergeht ist sebstverständlich klar, die Eingrenzung der Gefahr sollte es aber jedem Schützen wert sein.
just my 2 Cents :-)