Wer als Affiliate aktiv ist, ist es unter Umständen bereits gewohnt von Affiliate-Netzwerken, sei es begründet oder auch nicht, verwarnt zu werden. Ein kommentarloser Abschuss des Accounts ist mir bis vor kurzem allerdings noch nicht untergekommen. Diese Erfahrung durfte ich nun allerdings mit Hilfe eines Affiliate-Netzwerkes aus Freiburg machen.
Das Netzwerk, ich nenne es nun aus Gründen der Diskretion einfach mal SuperPlix, hat meinen Account irgendwann im laufe des Jahres geschlossen ohne mich über einen Verstoss gegen die AGB oder ähnliches aufzuklären. Da ich nicht wirklich viel mit SuperPlix mache, eigentlich habe ich nur während der WM 2010 ein Vuvuzela Partnerprogramm beworben, fiel mir die Verbannung erst recht spät auf. Beim Login-Versuch erschien lediglich die Meldung:
Ein Anmelden für diesen Account ist momentan nicht möglich. Bitte setzen Sie sich mit unserem Support in Verbindung, um das Problem zu beseitigen.
Diese Meldung hat mich dann skeptisch gemacht,und ich habe die bestehenden Verlinkungen ein wenig genauer begutachtet. Was mir dabei auffiel ist in meinen Augen an Dreistigkeit kaum noch zu übertreffen. Alle über SuperPlix gesetzen Links verwiesen nun nicht mehr auf die jeweiligen Partnerprogramme sondern auf ein, dem Affiliate-Netzwerk zuzuordnenden, Webkatalog. Das Linkziel entsprach fein säuberlich einer Unterseite im Webkatalog welche dem Thema der linkgebenden Seite entspricht.
Die Links von der Vuvuzela-Seite verwiesen in die Kategorie “Fussball” und der Link auf das wpSEO Partnerprgamm aus diesem Blog wurde in die Kategorie “Suchmaschinen_Optimierung” umgeleitet. Alles natürlich fein säuberlich per 301!
Selbstredend hatte ich danach einen Ruhepuls welcher inetwa dem eines Kolibris entsprach. Nach nem Kaffee, einer Zigarette und ungefähr einer Stunde Wartezeit fühlte ich mich dann dazu in der Lage bei SuperPlix anzurufen und ohne Agressionen um eine Klärung des Sachverhaltes zu bitten. Sowas lässt sich telefonisch einfach besser klären als per Mail oder ähnlichen asyncronen Medien.
Der Dame am Telefon habe ich also kurz den groben Sachverhalt geschildert und ihr mitgeteilt dass sie meinen Account doch bitte reaktivieren soll und das Thema dann vergessen ist. In ihrem CRM-System hat sie dann wohl gesehen dass der Chef persönlich (welch Ehre) meinen Account suspendet hat, sie demnach nicht sehen kann warum, weshalb und überhaupt und sie seine Entscheidungen anscheinend auch nicht in Frage stellen darf. Sie bat mich dann ihrem Chef doch einfach eine Mail zu schreiben und um Aufklärung zu bitten.
Das tat ich nun auch, ich schilderte den bereits oben beschriebenen Sachverhalt mit der Bitte um Aufklärung und ein, sollte es Fragen geben, klärendes Telefonat. Kurz darauf kam die Antwort welche an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist! Die Sperrung meines Account erfolgte aufgrund von “nagativer Äußerungen” auf Twitter über SuperPlix! Wow, das ist gut!
Stein des Anstosses waren laut Mail des Geschäftführers die folgenden Tweets:
#1: “superplix aussen hui innen pfui”
#2: “Selten so eine schlechte #extjs Umsetzung wie bei superplix gesehen”
Und wenig später habe ich es doch tatsächlich gewagt meine Twitter-Follower zu fragen ob SuperPlix keine API hat!
#3: “hat superplix keine api? bin ich blind ?”
SuperPlix hat mich darauf über Twitter nach Verbesserungsvorschlägen gefragt. Da so ein Thema viel zu komplex für Antworten via Twitter ist, habe ich den Fehler gemacht nicht zu reagieren. Hätte dem Netzwirk wirklich etwas an Verbesserungswünschen gelegen, hätte ein Anruf gereicht. Consulting-Dienstleistungen via Twitter biete ich eigentlich nicht an!
Das Fazit von SuperPlix in Bezug auf meine Person beziehungsweise meinen Account fiel dann wie erwartet weniger positiv aus.
Daher wirkt Ihr Account eher als “Fake” oder als bewußte “Meinungsmache” und es wirkt nicht so, als wenn Sie mit uns wirklich zusammenarbeiten wollen, eher im Gegenteil ;-) Eine echte Partnerschaft stellen wir uns eben anders vor, als einseitige Negativ-Äußerungen…
Sorry, gerade als ein im Web tätiges Unternehmen sollte man mit den Meinungen der Partner anders umgehen können! Gerade das Umlegen der Affiliate-Links auf eigene Webprojekte ist in meinen Augen die grösste Sauerei die man als Affiliate-Netzwerk machen kann. Wie kann man hier als Publisher denn noch in irgendeiner Art und weise Vertrauen in seinen Geschäftspartner haben?
Ich werde mich nun definitiv von SuperPlix fernhalten und allen anraten es mir gleichzutun. Wer als Affiliate Witze über fiese Stirnglatzen macht läuft nun also ebenfalls in Gefahr das sich der Geschäftsführer von SuperPlix persönlich angegriffen fühlt und eure Accounts löscht.
Sergej erhält das wpSEO-Banner nun zumindest ohne Affiliate-Link in meinem Blog!



Anmeldungen innerhalb von Affiliate-Netzwerken sind doch sowas von 1998! Eines der Dinge was ich wohl nie verstehen werde ist der Zwang sich innerhalb von Affiliate Netzwerken für jedes einzelne Programm anmelden zu müssen. Da man in der Regel eh jede Werbefläche einzeln einpflegen muß, spricht in meinen Augen rein garnichts dagegen eine vernünftige Eingangskontrolle der angemeldeten Seiten durchzuführen. Webseiten die nur Content scrapen oder sich sonstwie daneben benehmen kommen so garnicht erst ins Netzwerk.











